Auszug aus der Trauerfeier von Petra an ihre Freundinnen:
 
 
                       
Februar 2002                                    B.M.V 2004
 
 
 
 
Rom 2003
  
 
 
 
Juni 2006
 
 
"Noch eine Idee und sozusagen ein Geschenk an Sarah-Lena, Helena, Coline, Miryam und Isabelle und irgendwie auch an mich. Gegen das Vergessen: Ich möchte, dass ihr fünf es einrichtet, dass ihr euch jedes Jahr an meinem Todestag trefft, Egal wo auf der Welt ihr seid, ob ihr euch auseinander gelebt habt oder sogar gestritten.
Seht es als Chance, euch wieder zu finden und Streit zu beenden.
Und die Welt kennen zu lernen, wenn ihr jedes Mal jemanden besucht.
Oder auch um nach Hause zu kommen, nach Essen.
Es braucht kein trauriges Fest sein,
grillt, nehmt eure Familien mit, ladet Freunde ein, nur ihr Fünf MÜSST alle da sein. Ihr sollt auch nicht die ganze Zeit an mich denken und müsst euch auch nicht jedes Mal die gleichen Geschichten erzählen.
Aber trefft euch in meinem Andenken und vielleicht erzählt ihr doch ein bisschen. Wirklich tot ist jemand erst, wenn es auf der Welt niemanden mehr gibt, der sich an einen erinnert und an ihn denkt.
Also erzählt euren Enkeln von mir!
Dann werde ich noch lange leben.
Falls mein Todestag auf einen ungünstigen Tag fällt, etwa ein Geburtstag, Weihnachten oder so, dann nehmt einen anderen.
Aber wehe ihr trefft euch nicht!
Ich sehe von meiner Wolke aus zu und schicke euch sieben Wochen Regen, wenn ihr das Treffen vergesst!
 
Hab euch lieb
Petra
 
 
P.S.: Und da ich weiß, wie schwierig es ist, Termine zu finden, IHR schafft das schon.
Ihr könnt auch meinen Geburtstag nehmen oder irgendwas um Weihnachten wäre bestimmt auch nett. Zwischen Weihnachten und Silvester hat man doch meistens frei.“
 
 

 

 

A B I L Y M P    2006
 
 
 
Hallo ihr alle!
 
Erst mal wünsche ich euch alles, alles Gute zum hoffentlich bestandenen Abi!!!
Ich kann ja leider nicht mit euch feiern, was ich total schade finde. Viele von euch kenne ich ja schon seit acht Jahren, ein paar wenige sogar noch länger. Das ist schon was.
Na ja, ich sollte hier irgendwas für die Abi Zeitung schreiben, aber irgendwie weiß ich gar nicht so recht, was. Dass ich Krebs habe, wissen ja wahrscheinlich die meisten und wie`s mir geht erzählen euch meine Freunde ja öfters mal.
Vielleicht kann ich ja auch etwas über unsere alte Klasse, die d, schreiben. Zumindest zum Schluss hin waren wir nämlich ne ganz coole Klassengemeinschaft, finde ich zumindest und ich hab mich schon ganz wohl gefühlt.
 
Am Anfang lief zwar nicht alles so harmonisch und auch mit unserer Klassenlehrerin, Frau Hobach, war spätestens in und nach Wolfach nicht immer gut Kirschen essen. Dort gab`s dann auch einige Klassenzwist. Doch auch diese Querelen wurden gelöst. Die letzte Zeit als Klasse, in der 10 noch zusammen, in der 11 schon teilweise in Kurse zersplittert, empfand ich als die schönste.
Und was ein paar Jahre vorher wohl niemand für möglich gehalten hätte, geschah. Wir waren traurig um unsere Klasse, die in Kurse aufgeteilt wurde und vermissten unsere ehemalige Klassenlehrerin und unseren inoffiziellen Vizeklassenlehrer: Frau Hobach und Herrn Wroblewski. Ein paar, zu denen auch ich zählte, konnten zwar Herrn Wroblewskis Tafelbilder in den Kursen weiterhin genießen, doch in der Klasse war das Feeling einfach anders
 
Für mich gab`s mehrere Highlights in der Zeit mit unserer Klasse. Da waren zum einen natürlich die Klassenfahrten. In Rumenohl waren wir zum ersten mal so richtig weit von zu Hause weg und konnten uns richtig austoben bei Spieleabend und Modenschau.
 
Im Wald bei den 7 (L)eichen durften wir Fichten zupfen, aber ja NICHT die Douglasfichten! Auch erfuhren wir dort, was es heißt, längere Zeit auf Jugendherbergsessen angewiesen zu sein (hätten wir nicht unsere Schokoladen- und Chipsreserven gehabt, wären wir wohl verhungert) und auf einem Berg zu wohnen. Und was es heißt mit Leuten, die man teilweise mochte oder auch nicht, auf engem Raum leben zu müssen. Ich hab mich immer in das Teil wo das Feuerholz gelagert wurde verkrochen, um in Ruhe zu lesen. Hat aber auch nicht geklappt, die Taschenlampe hat zu viele ungebetene Gäste angelockt. Und damit meine ich sowohl sechs- als auch zweibeinige. Schließlich kam es, wie es kommen musste und die Nerven brachen zusammen. Das endete darin, dass ausnahmslos alle heulten, teils aus einem bestimmten Grund, teilweise, so wie ich, einfach nur, weil halt alle heulten.
 
Die nächste große Fahrt war Wolfach. Ich fand`s ganz gut, die Lehrer waren wohl eher einem Nervenzusammenbruch nahe. Zu den Aktivitäten, die zu diesem Nervenzusammenbruch und dazu, dass Frau Hobach nachts auf dem Flur saß und ich mich auf dem Weg zum Klo fast zu Tode erschreckt hätte, geführt haben, kann ich wenig sagen. Ich war zu der Party nicht eingeladen und darüber glaub ich auch ganz froh.
Die Strafsozialarbeit verrichteten wir dann geschlossen als Klasse, was wohl der Anfang eines richtigen wir Gefühls war.
 
Dann kamen noch die Besinnungstage mit Heinerle, unserem richtig tollen Sozialreferendar oder was genau er war. Dort wurde uns bewusst, dass unsere Klassenprobleme wohl eher eingebildet als real waren und es wurde eine schöne Zeit vorm Kamin, tollen Klöppelspielabenden und einer Schlecker-Revolution. Da wir Heiner doof fanden und Frau Hobach unsere Ansicht teilte, verstanden wir uns ab da auch wieder besser mit ihr. Das einzige Makel an dieser Zeit war, dass nicht die ganze Klasse vollständig war, da zwei Leute krank waren bzw. wurden.
 
Ist euch eigentlich mal aufgefallen, dass alle Jugendherbergen grundsätzlich ganz weit oben auf Bergen liegen?
 
Na ja, aber auch während der Schulzeit geschahen einige erinnerungswürdige Dinge. So gab es ein Heidentheater, als mir zwei Schülerinnen beim Kitzeln die Hose runter zogen und dann Herr Hesse hereinkam.
 
Auch bin ich die einzige Schülerin der d, die je ins Klassenbuch eingetragen wurde, und zwar von Herrn Wroblewski. Auch eher schockiert und später belustigt war ich, als ich mal aus versehen eine Stunde zu spät zur Englischarbeit gekommen bin oder beim Vokabeltest den Namen von meiner Sitznachbarin abgeschrieben habe….
 
Abgesehen davon gab`s noch Bibel-Sleep-Ins inklusive den dazugehörigen Streichen und bescheuerten Aktionen, die wir sowohl als Kinder als auch als Leiter erleben durften, viele schöne und ein paar langweilige Messen, Klassenprojekte, Umfragen und andere Dinge, an die ich mich gerne zurückerinnere.
 
So, jetzt fällt mir wirklich nicht mehr viel ein. Ich grüße euch alle halt ganz dolle.
Schwester Ulrike und meinen LK-Lehrern möchte ich ganz herzlich danken, da sie sich, seit ich krank bin, ganz lieb um mich kümmern und gemeinsam mit meinen Freunden und hin und wieder einigen Grüßen der Kurse, der Stufe und der anderen Lehrer es ermöglicht haben, dass ich mich immer noch wie ein B.M.V.-Mädel fühle.
 
Alles Liebe und lasst es ordentlich krachen und vielleicht kann ich ja auch mal beim Abigag oder Abiball vorbeischauen. Das werdet ihr dann ja sehen.
 
Eure Petra

 

 

 

 

 

 

   Erinnerungen an die gemeinsame Romfahrt 2006
 
 
    
 
    
 
       
   
     

 

 

 

 

 

 

 

     Erinnerungen an das Waldpraktikum von Petra

 

    
   
   25 (L)EICHEN
  
    25 Leichen gingen durch nen´ Wald,
    kamen an drei Eichen und es war ihn´ kalt.
 
    Gingen in ein Waldheim,
    dum da dum da dum,
    wollten dort nicht länger sein,
    und kehrten einfach um.
 
    Kamen an ne´ Burg,
    rauchten dort und soffen,
    fielen dann hinunter
    und waren sehr betroffen.
 
    Frau Hobach schrie: „Oh, nein!
    Ihr seid doch viel zu klein.“
 
    Sie fuhrn` ins Dorf mit ner´ Taxe
    und aßen dort ganz viele Lachse.
 
    Dann war ihnen schlecht
    und sie sahen nen´ Specht.
 
    Wie ein Schwein grunste Herr Müller,
    und wir schrien´ um so schriller.
 
    Ich lief gegen nen´ Baum,
    und denken konnte ich dann kaum.
 
    Die Bubis kamen uns besuchen
    und die Lehrer wollten die Polente rufen.
 
    Arbeiten im Wald mussten wir,
    und sahen manch komisches Tier.
 
    Das Essen war ne´ Katastrophe
    und dies ist nun die letzte Strophe.
 
                                               Petra Naguschewski
 
 
 

 

 

Aus dem Kunstunterricht

 

 

 

       

 Petras Stein

 

Helenas Stein

 

 Petras Zeichnung

 Bild: Herr der Ringe (von Links) Petra & Helena

 

 

     

 

                

  

 

 

 

 

  

 

 

Bild: Stadtmeisterschaft 10.03.1997 (Eislauf) 

 

 

Bild: Petra im Rathaus 12.01.1999 (Mathe)  

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Dustbin

 

 

Eine katholische Mülltonne,
welch eine Wonne,

war voll mit Kartoffeln und
Dreck, was für ein Schreck!

 

Da stand sie in einem
katholischen Hinterhof,

und langweilte sich dämlich
und doof.

Da kam die Sadie an gekrochen
und hätte sich beinahe erbrochen.

 

Der Gestank war wirklich arg,
doch Sadie war Protestant

und blieb stark.

Dann sprang sie in die
Mülltonne rein, und die Dustbin war nicht mehr allein.

 

Petra Naguschewski

 

 

Aus dem Englischunterricht

 Joan Lingard

„The Twelfth Day of July“